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Sydney – Olympic Park
Samstag, 23. September 2006
veröffentlicht in Australien, Fotos, New South Wales, Sydney, Unterwegs
Wie im Artikel Sydney – Mit der Fähre nach Homebush Bay
beschrieben, hatte ich für die Anfahrt zum Olympic Park die Fähre gewählt. Die Anlegestelle befindet sich ein wenig außerhalb der Sportstätten. Mit mir sind nur zwei weitere Fahrgäste hier ausgestiegen, denn der City Rail Bahnhof liegt in direkter Nähe des Stadions und der anderen Gebäudekomplexe. Große Teile von Homebush Bay, so der Name dieses Stadtteils und auch der angrenzenden kleinen Bucht, sind Park und Naturreservoir.

Da ich in der Mittagshitze die doch recht weite Entfernung nicht zu Fuß zurücklegen möchte, warte ich kurz auf den öffentlichen Bus, der zum Glück auch eine Haltestelle am Anleger hat. Die Fahrt geht am etwas vertrockneten Naturschutzgebiet entlang und dann durch ein Wohngebiet, welches einmal das Olympische Dorf war. Schließlich kann ich den Bus direkt vor dem ehemaligen Olympia Stadion verlassen, welches heute nach dem Sponsor benannt “Telstra Stadium” heißt.

Telstra Stadium Foto vergrößern

Das Stadion faßte während der Olympischen Spiele 110.000 Besucher und ist danach sinnvollerweise zurückgebaut worden. Heute finden 80.000 Zuschauer hier Platz. Aber auch in der kleinen Version ist die geschwungene Konstruktion des Daches und die futuristische Architektur etwas besonderes.



Nach den Olympischen Sommerspielen 2000 ist im Olympic Park Ruhe eingekehrt. Wenn nicht gerade eine Sportveranstaltung stattfindet, ist hier also wirklich nichts los. Heute jedoch findet das Halbfinale der australischen nationalen Rugby Liga (National Rugby League, NRL) im Telstra Stadion statt (2006 NRL Preliminary Final). Bis zum Beginn des Spiels sind es zwar noch fünf Stunden, aber die ersten Fans sind bereits da und warten auf Einlaß. Ein guter Zeitpunkt also, um den Olympic Park zu erkunden, denn wenn es nicht so menschenleer ist, ist die Atmosphäre doch einfach passender für ein Veranstaltungsgelände.

Gelände des Olympic Park

Stadion im Grünen
Ich umrunde das Stadion, gehe zur Schwimmhalle (Aquatic Centre) und dann weiter zur Mehrzweckhalle The Dome und dem Sydney Showground. Die Gebäude wirken von außen sehr zweckmäßig, wenn auch nicht häßlich. Das Aquatic Centre ist von einem begrünten Erdwall umgeben und so gut in die Landschaft integriert. Der Runde Dome mit seiner silbernen Außenhaut wirkt hingegen sehr futuristisch.

Aquatic Centre

Sydney Showground

The Dome

Charles Moses Stadium
Langsam kommen immer mehr Menschen, die das Ruby Spiel sehen wollen. Immerhin tritt Melbourne gegen Sydney an (Melbourne Storm v St George Illawarra Dragons) und die Fans der Mannschaft von Sydney mußten 1996 bei der letzten Halbfinalbegegnung dieser beiden Mannschaften eine herbe Niederlage einstecken. Ich schwimme gewissermaßen gegen den Strom und betrete das äußert große und moderne Bahnhofsgebäude der Olympic Park Railway Station.

Olympic Park Railway Station
Im Wagon der City Rail bin ich ganz alleine – ein ungewohntes Gefühl. Der Zug hält nur an sehr wenigen Stationen, da es sich um die Schnellverbindung Innenstadt-Olympic Park handelt. Nach etwa einer halben Stunde Fahrzeit erreiche ich die Central Station.

In der City Rail

Rückfahrt

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