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Reisebericht Gardasee 2001: 7. Tag – Lévico Terme – Caldonazzo See – Gardaland
Montag, 30. Juli 2001
veröffentlicht in Fotos, Gardasee, Italien, Unterwegs
Übersicht:
1. Tag: Anreise Teil 1
2. Tag: Anreise Teil 2
3. Tag: Malcesine – Castelletto di Brenzone
4. Tag: Pieve – Riva – Wasserfall von Varone
5. Tag: Trento
6. Tag: Albisano – Monte Baldo – Bardolino
7. Tag: Lévico Terme – Caldonazzo See – Gardaland
8. Tag: Mincio – Borghetto – Parco Giardino Sigurtà
9. Tag: Torri del Benaco – Sirmione – Bardolino
10. Tag: Schiffahrt – Limone – Garda
11./12. Tag: Maderno – Salo – Desenzano – Abreise
Unsere heutigen Ziele sind der Caldonazzo See sowie der Lévcio See, beide im Nordwesten des Gardasees gelegen. Dies sind sicher keine spektakulären Ausflugsziele, die bei einem Gardaseeurlaub unabdingbar sind. Wir verbrachten jedoch vor vielen Jahren unseren Urlaub am Caldonazzo See und wollen so die Gelegenheit nutzen, den reizvollen Bergsee und seine Umgebung einmal wieder zu sehen. Wieder zurück am Gardasee werden wir dann den Vergnügungspark Gardaland besuchen.
Vom Gardasee aus fahren wir zunächst die durch das Etschtal führende Super Strada 12 entlang. Vorbei an ausgedehnten Feldern mit Weinreben, geht es weiter in Richtung Trento. Hinter Mattarello biegen wir dann ab. Von nun an geht es durch die Berglandschaft des Trentino. Neben der Straße breiten sich Obstplantagen aus. Von Zeit zu Zeit tauchen kleine Dörfer und Gehöfte zwischen den Feldern auf. Eine idyllische Landschaft.

Obstplantagen / Berglandschaft
Die Straße führt nun zum Caldonazzo See herunter. Es bietet sich die Möglichkeit am Straßenrand zu halten, um einen Ausblick auf den See zu haben. Wir fahren zunächst am Caldonazzo See vorbei zum Lévico See. Hier am kleinen Lévico See geht es ruhig zu. Das Seebad wird von großen Bäumen beschattet – ein Platz zum Erholen.

Aussicht / Caldonazzo See
Der Kurort Lévico Terme ist, umgeben von Nadelwäldern, am südlichen Ende der Dolomiten gelegen und kann mit arsen- und eisenhaltigen Thermalquellen aufwarten. Das Badehaus ist leider ein sehr zweckmäßiger Bau, dafür lohnt sich aber ein Besuch der Altstadt von Lévico.
am Lévico See / Seebad
Nach dem Aufenthalt am See besuchen wir dann auch die Altstadt. Auch wenn es hier keine herausragenden Sehenswürdigkeiten gibt, so ist es doch schön, durch die Gassen des gepflegten Ortes zu gehen. Den Häusern merkt man bereits einen deutlichen südtiroler Einschlag an. Zwischen den Gassen hindurch blicken wir auf die umliegenden Berge.
Lévico Terme / Altstadt
Wir gönnen uns eine kleine Zwischenmalzeit in einem der Straßencafés und gehen dann zur nahegelegenen Parkanlage. Der Park gehörte einst zu einem Luxushotel und ist heute für jedermann zugänglich. Alte Bäume beschatten die Wege, große Büsche stehen gerade in voller Blüte. Da sich die Mittagshitze jedoch immer mehr steigert, fahren wir weiter zum Caldonazzo See.
im Park / Blütenpracht
Ziel ist unser ehemaliger Ferienort Calzeranica al Lago. Wir halten in der Nähe des Ufers. Der Caldoanzzo See ist ein kleiner idyllischer Bergsee. Vor der Kulisse der hohen Berge der Dolomiten breitet sich die stille Wasserfläche aus. Am Ufer bei Calzeranica erstreckt sich ein aus feinen Kieseln bestehender Strand. Mit seinem am Ufer noch flachen Wasser ist der Caldonazzo See vor allem bei Familien mit Kindern beliebt. Gleich bei Calzeranica gibt es einen großen Campingplatz.

Panoramabild »Caldonazzo See«
Caldonazzo See / bei Calzeranica al Lago
Das Thermometer ist mittlerweile auf 37°C geklettert. Auch der See hat sich bei den hohen Sommertemperaturen stark erwärmt und bietet nur bedingt Abkühlung. Nachdem wir gebadet haben und ein wenig am Strand verweilten, fahren wir im mittlerweile kochendheißen Auto zurück zum Gardasee.
Fast am Gardasee angekommen, müssen wir leider noch einen Umweg in Kauf nehmen. Die Straße, die von Nago herunter nach Torbole zum See führt, ist gesperrt und ein Polizist leitet uns nach Arco um. Arco ist im Hinterland des Gardasees, etwa 6 Km nördlich von Torbole und Riva, im Sarcatal gelegen.
Wir näheren uns Arco und sofort fällt der 130 m hohe Berg mit der darauf befindlichen Burg ins Auge. An seiner nördlichen Seite hat der Berg eine markante Steilwand. Nach Süden hin fällt er wie eine Rampe schräg ab. Das Castello d’Arco thront an der Kuppe und war lange Zeit uneinnehmbar. Heute sind nur noch Überreste der mittelalterlichen Burg vorhanden, was dem Anblick aber keineswegs schadet. Burg und Berg scheinen geradezu zu einer Einheit verschmolzen zu sein. So hat der Umweg doch noch sein Gutes. Für einen Stop und eine Wanderung zum Castello d’Arco, von dem aus man eine hervorragende Aussicht auf Arco und den Gardasee haben soll, ist es uns aber einfach zu heiß.
Felsen von Arco / Castello d’Arco
Endlich kommen wir am Hotel an und gönnen uns zunächst ein erfrischendes Bad. Nach dem Essen um 20:30 Uhr brechen wir dann zum Vergnügungspark Gardaland auf. Das Thermometer zeigt noch immer 30°C.
Gardaland ist Italiens größter Vergnügungspark. Der Park liegt nördlich von Peschiera direkt an der Gardesana. In den Sommermonaten hat Gardaland bis Mitternacht geöffnet.
Gardaland / Karussell
Wir sind vom Gardaland begeistert. Die einzelnen Attraktionen stehen großen deutschen Vergnügungsparks in nichts nach und sind zudem in aufwendige Kulissen verpackt. Es ist bereits dunkel geworden und die Themenberichte sind effektvoll ausgeleuchtet. Es gibt u.a. einen Vulkan, einen Mayatempel und eine afrikanische Wüstenstadt. Dazwischen sind die Fahrgeschäfte integriert. Wir fahren Loopingbahn, Riverrafting, Wildwasserbahn und einiges mehr. Wer Abkühlung braucht, der kann unter großen Wasserzerstäubern hindurch laufen. Die Zeit vergeht schnell und erst kurz vor Mitternacht verlassen wir den Park.
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