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Reisebericht Gardasee 2001: 2. Tag – Anreise Teil 2
Mittwoch, 25. Juli 2001
veröffentlicht in Fotos, Gardasee, Italien, Unterwegs
Übersicht:
1. Tag: Anreise Teil 1
2. Tag: Anreise Teil 2
3. Tag: Malcesine – Castelletto di Brenzone
4. Tag: Pieve – Riva – Wasserfall von Varone
5. Tag: Trento
6. Tag: Albisano – Monte Baldo – Bardolino
7. Tag: Lévico Terme – Caldonazzo See – Gardaland
8. Tag: Mincio – Borghetto – Parco Giardino Sigurtà
9. Tag: Torri del Benaco – Sirmione – Bardolino
10. Tag: Schiffahrt – Limone – Garda
11./12. Tag: Maderno – Salo – Desenzano – Abreise
Bereits um 5 Uhr stehen wir auf und laden die Koffer wieder ins Auto ein. Nach dem Frühstück im Hotel geht es dann gleich auf die Autobahn in Richtung München und durch die Alpenlandschaft Österreichs weiter in Richtung Brenner. Die Temperaturen sind mittlerweile auf 33 °C gestiegen. Nun kommt richtig Reisestimmung auf, denn wir fahren nun über die landschaftlich sehr schön gelegene Brennerautobahn. Zum Zahlen an der Mautstelle in Österreich und Italien benutzen wir mittlerweile nur noch die Kreditkarte, da sich diese Zahlungsweise in der Vergangenheit als am unproblematischsten herausgestellt hatte.
Brennerautobahn / Europabrücke
Einen Zwischenstop legen wir auf der Raststätte gleich hinter der Europa-Brücke ein, die 190 Meter hoch die Brennerautobahn über das Tiroler Wipptal führt.
Gleich neben der Brücke auf einer bewaldeten Anhöhe liegt eine kleine Kapelle. Wir wandern kurz herauf und haben eine schöne Aussicht auf die imposante Europa-Brücke, auf der rege Betriebsamkeit herrscht. Eine Gedenktafel neben der Kapelle erinnert an die Bedeutung der Brennerautobahn für die Völker Europas.
Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen bald Italien. Dann geht es durch das landschaftlich sehr schöne Trentino und schließlich durchfahren wir das Etschtal. Neben der Straße dehnen sich weitläufige Plantagen mit Äpfeln, Tomaten und anderen Früchten aus. Hinter den Anbauflächen begrenzen massive Berg- und Felsformationen das Etschtal.
Trentino / Etschtal
Versehentlich verlassen wir bereits an der Ausfahrt Rovereto-Nord die Autobahn und nicht bei Rovereto-Süd. Aber auch das letzte Stück Landstraße ist schön und führt an Anbauflächen mit Weinreben vorbei.
Bis zu dem Ort Nago läßt sich noch nichts vom Gardasee erahnen, doch hinter Nago beginnt eine Serpentinenstraße und ganz unvermittelt ist der da: der Gardasee.
Wir nutzen die Gelegenheit an einem kleinen Aussichtspunkt zu halten. Der Gardasee zeigt sich dem Neuankömmling hier in seiner vollen Schönheit. Der Blick reicht hinweg über den Ort Torbole und gleitet die blaue Wasserfläche entlang, bis der sommerliche Dunst den weiteren Verlauf des Sees verhüllt.
Panoramabild »Ankunft Gardasee«
Hier in seinem nördlichen Teil wird der Gardasee im Westen und Osten von mächtigen alpinen Gebirgszügen begrenzt. Wir verweilen eine zeitlang und machen einige Fotos. Wir erkennen die Surfer die die günstigen Winde vor Torbole nutzen, sehen einige Boote und lassen unsere Blicke über die Häuser Torboles schweifen.
Aussichtspunkt / Gardasee
Schließlich fahren wir dann die Straße weiter zum See herunter. Nun geht es über die Uferstraße des Gardasees – die Gardesana. Die Gardesana ist eine der berühmtesten Straßen Italiens und umschließt den See vollständig. Die Straße des Ostufers, die wir nun fahren, ist die Gardesana Orientale. Wie auch die Straße des Westufers (Gardesana Occidentale) führt sie im nördlichen Teil des Sees durch etliche Galerien und Tunnel. Ein solcher Bau war nötig, da in diesem Teil des Gardasees die Felswände der Bergmassive direkt in den See münden.
Tunnel der Gardesana / Hotel Merano
Die Fahrt auf der Gardesana ist wirklich ein schönes Erlebnis - vor allem für den Beifahrer, denn der Fahrer muß sich auf die Lichtwechsel in den Galerien und Tunneln und die Kurven konzentrieren. Nach etwa 20 Km Fahrt erreichen wir unser Hotel, welches in der Gemeinde Brenzone direkt an der Gardesana Orientale gelegen ist.
Das Hotel Merano macht einen sehr gepflegten Eindruck und seit unserem letzten Besuch im Sommer 1999 sind Fahrstuhl und Klimaanlagen für die Zimmer hinzugekommen. Vom Balkon eines unserer Hotelzimmers aus haben wir einen herrlichen Blick auf den See. Das andere Zimmer ist zur Bergseite gelegen, wo eine Felswand jegliche Aussicht versperrt.
Strand / Abendsonne
Nachdem das Auto ausgeladen ist und wir uns ein wenig erholt haben, baden wir im See. Gleich vor dem Hotel, nur durch die Uferstraße getrennt, findet sich eine Liegewiese und daneben ein Kiesstrand. Das Wasser ist klar und angenehm warm. Allerdings empfiehlt es sich Badeschuhe zu tragen, da große Steine und Kiesel auf dem Untergrund liegen. Auf der Wasseroberfläche spiegeln sich die Strahlen der Abendsonne, während die Felsen auf der anderen Seiten des Sees in einen leichten Dunstschleier gehüllt sind.
Ende des Tages / Abendrot
Um 19:00 Uhr essen wir dann im Speisesaal der Hotels. Nach dem Essen lassen wir noch einen Spaziergang am Ufer des abendlichen Sees folgen. Das Ufer ist fast menschenleer. Mit einem sanften Schmatzen brandet das Wasser an die Uferbefestigung und die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen im Westen. So läßt es sich aushalten. Begleitet vom Abendrot, welches nun über den Bergen liegt gegen wir langsam zurück zum Hotel.
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