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Reisebericht Gardasee 1999: 2. Tag – Anreise Teil 2

 Samstag, 24. Juli 1999
  veröffentlicht in Fotos, Gardasee, Italien, Unterwegs

Übersicht:
1. Tag: Anreise Teil 1
2. Tag: Anreise Teil 2
3. Tag: Torri del Benaco / Brenzone
4. Tag: Schiffahrt / Torbole
5. Tag: Monte Baldo
6. Tag: Sirmione
7. Tag: Venedig
8. Tag: Westufer
9. Tag: Verona
10. Tag: Abreise

Schon sehr früh sind wir aufgestanden. Als wir um 6.30 Uhr frühstücken, ist der Speisesaal schon voll, denn fast jeder befindet sich hier auf der Durchreise. Dann geht es auch gleich zurück auf die Autobahn. Obwohl wir schon nach wenigen hundert Metern im ersten Stau stehen, geht es dann sehr zügig weiter nach Österreich. Wir entscheiden uns, wie auch schon 1997, über Insbruck zu fahren, da wir noch kurz in Seefeld anhalten wollen. In Seefeld, einem kleinen sehr schönen Ferienort in Tirol, hatten wir bereits im Jahr 1987 schon einmal Urlaub gemacht. Das Wetter hier ist recht frisch und wir machen einen Rundgang vom Ortskern aus am nahe gelegenen See vorbei bis zum Schwimmbad, welches für die Olympischen Spiele erbaut worden war. Nachdem wir uns beim Bäcker mit neuem Proviant versorgt haben, geht es dann nach gut 3 Stunden weiter.

 
Seefeld Ortskern / Kapelle

 
See / Ortsrand

Kurz nach Seefeld führt die B 117 steil, aber mit einer guten Aussicht den Zirler Berg ins Inntal hinunter. Es geht weiter über die Europabrücke und dann zum Brenner. Nachdem wir an der vorerst letzten Mautstelle gelöhnt haben, fahren wir den landschaftlich sehr schönen Teil der italienischen Brennerautobahn entlang. Auch die Fahrt durch das Trentino mit seinen ausgedehnten Wein- und Fruchtplantagen, umrahmt von den teils begrünten, teils sehr steilen Hängen der Alpen kann sich sehen lassen. Gegen 14 Uhr verlassen wir die Autobahn bei der Ausfahrt Rovereto-Süd: hier hat sich bereits ein Rückstau gebildet und die Autoschlange, mit zumeist deutschen Kennzeichen, schlängelt sich langsam zur Mautstelle. Polizisten versuchen ein wenig Ordnung in das "Gardaseeanreisechaos" zu bringen. Die darauffolgende Straße Mori – Nago – Torbole ist ebenfalls stark überlastet. Kurz vor dem Ziel angekommen, fahren wir die Serpentinenstraße nach Torbole hinunter. Von hier aus haben wir einen hervorragenden Blick auf den nördlichen Gardasee. Auf halber Strecke ist es möglich, für einen kurzen Fotostop anzuhalten. Wir können ganz Torbole überblicken und sogar unser Hotel, in dem wir 1997 gewohnt haben, erkennen.

 
Fahrt durch das Trentino / Straße zum Gardasee

 
Blick auf den See / Blick auf Torbole

Die Temperaturen haben bereits mediterrane 23 °C erreicht. Wir fahren nun an der Küstenstraße Gardesana Orientale am Ostufer in südlicher Richtung zu unserem Zielort Castelletto di Brenzone. Durch Tunnel und Galerien geht es direkt am Ufer entlang. Unser Hotel, das Hotel Merano, befindet sich etwa 2 km hinter dem Ortsausgang von Castelletto di Brenzone. Es ist leicht zu finden, da es direkt an der Gardesana Orientale gelegen ist. Wir haben es über das Internet gebucht: fast alle Orte, in denen es touristische Einrichtungen gibt, können im Internet unter "Ortsname.com" erreicht werden. Hier findet man dann auch die Hotels mit der Möglichkeit gleich zu buchen. Das Hotel schmiegt sich eng an den steil abfallenden Berghang. Die hoteleigenen Parkplätze liegen gleich auf der anderen Seite der Straße. Zum Hotel gehört auch eine direkt am Wasser gelegene Grünfläche. Parkplätze sind in der Nähe der Gardesana Orientale sonst Mangelware, da insbesondere an Wochenenden viele Erholungssuchende aus den nahegelegenen Großstädten Brescia und Verona an den Gardasee zum Baden kommen.

Wir laden das Gepäck aus dem Auto und beziehen unsere Zimmer. Das Hotel hat drei Sterne und wird diesen auch in jedem Fall gerecht. Die freundlich eingerichteten Zimmer, die wir im zweiten Stockwerk beziehen, reichen zum See heraus und eines davon hat einen großen Balkon. Nach dem Auspacken und Ausruhen essen wir im Speisesaal. Es gibt Menüwahl zwischen drei Gerichten und ein Salatbüfett.

Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Ufer entlang. Erst nach Süden in Richtung Torri del Benaco und dann noch ein Stückchen nach Norden. Da unser Hotel außerhalb des Ortes gelegen ist, ist es hier vor allem abends sehr ruhig. Von den Touristenmassen, die jeden Sommer an den Gardasee kommen, ist hier nichts zu spüren.

 
unser Hotel / am Ufer


Abendstimmung am See

Gegen 22 Uhr sind wir müde aber zufrieden zurück im Hotel. Straßenlärm gibt es kaum, da nachts auf diesem Teil der Gardesana Orientale kaum Verkehr herrscht. Das Rauschen des Sees begleitet uns in den Schlaf.

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